Aschermittwoch: Portemonnaies ausgewaschen, Session vorbei

Mit dem Portemonnaie-Auswaschen am Rheinufer ist in Bornheim traditionell die Karnevalssession beendet worden. Dazu hatte sich Bürgermeister Christian Mandt in Hersel mit allen Tollitäten getroffen.

Trauermarsch angeführt von Prinzessin Nicole I. aus Roisdorf und dem Kardorfer "Zweigestirn" - Prinz Henning I. war erkrankt

Auch die Vorstände der Dorfgemeinschaften, Ortsausschüsse und Vereinsgemeinschaften begleiteten den "Trauermarsch" am Aschermittwoch. Als Erster leerte der Bürgermeister die Konfetti aus der Stadtschatulle; dann taten es ihm die Karnevalisten gleich. Das anschließende Treffen bot Gelegenheit, sich auszutauschen und Bilanz zu ziehen.

"Es waren wieder tolle 'tolle Tage' in Bornheim mit zahlreichen Sitzungen, Karnevalspartys und insgesamt zehn Zügen im Stadtgebiet mit Zigtausenden von Jecken, die mitgefeiert haben", freute sich der Bürgermeister. Ein großes Lob richtete er an alle Veranstalter, Dorfgemeinschaften, Ortsausschüsse und Vereine, die in den letzten Wochen Großartiges geleistet und mit ihrem Engagement dafür gesorgt hätten, dass "wir wieder auf eine tolle Session zurückblicken können". 

Er dankte aber auch der Verwaltung, die an den tollen Tagen mit rund drei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz war – hinzu kommen die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung, die mit den Partnerorganisationen wie dem Kulturraum in Sechtem, der Kleinen offenen Tür - Der Raum, dem Stadtteilbüro und vielen Ehrenamtlichen mit der Jugendschutzaktion „Keine Kurzen für Kurze“ in Sechtem, Kardorf und Waldorf im Einsatz waren. Es wurden wieder Brötchen, Pizza und Suppe ausgegeben, die vor allem in Waldorf bei den Jugendlichen und teilweise kühlen Temperaturen der „Renner“ war.  

Der Bürgermeister leert zuerst die Kasse in den Rhein...

Auch das Konzept der Glasverbotszonen greift immer besser. In diesem Jahr mussten kaum noch Flaschen eingesammelt werden. Dafür muss festgestellt werden, dass bei den Zügen recht viel Glas in Form von sogenannten „Klopfern“ verteilt wurde.
 

Überhaupt gab es – wie schon im vergangenen Jahr - kaum Probleme mit Alkohol. Wie im letzten Jahr hat sich allerdings der verstärkte Konsum von „Vapes“ bestätigt. Unabhängig davon, was damit konsumiert wurde, ist Jugendlichen unter 18 Jahren das Rauchen von Vapes bei öffentlichen Veranstaltungen untersagt, sodass zahlreiche dieser Einweg-E-Zigaretten eingesammelt werden mussten – viele sie aber auch von sich aus schon entsorgt hatten.  

... dann leerten auch die Tollitäten ihre Portemonnaies

Aus ordnungsbehördlicher Sicht waren es erfreulicherweise recht ruhige Tage. Die Stimmung war ausnahmslos friedlich und positiv. Es gab nur kleinere Verletzungen, die man mit einem Pflaster behandeln konnte, und auch alkoholbedingte Einsätze blieben die Ausnahme.

Ein letztes Gerangel um den Rathausschlüssel, aus dem diesmal der Bürgermeister siegreich hervorging