Ausstellung zur Alltagskultur von damals

„Alltagskultur aus früherer Zeit zwischen Ville und Rhein“ ist der Titel der Ausstellung, die Bürgermeister Christian Mandt im Rathausfoyer eröffnet hat. 

Die Ausstellung zeigt unter anderem auch "Rauchwaren" aus früherer Zeit

Die Ausstellung spürt den einfachen, den alltäglichen Lebensumständen nach. Gezeigt werden Devotionalien, Militaria, Wandschmuck und Gebrauchsgegenstände, die widerspiegeln, was den Menschen vor über 100 Jahren am Herzen lag, und auf Denkgewohnheiten und Zeitgeist des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Bornheim schließen lassen. Erinnerungen an große Familienereignisse und gesellschaftliche Gewohnheiten finden sich hier ebenso wieder wie ganz einfache Gegenstände des persönlichen Bedarfs. "Was gerne als 'Nippes' bezeichnet wird, rückt hier in ein helles Licht. Im Vordergrund stehen dabei Objekte und Bilder aus drei zentralen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens: Arbeits- und Wohnkultur, Kirche und Militär", erklärte Bürgermeister Christian Mandt bei der Eröffnung.

Bürgermeister Christian Mandt, Franz-Josef Geuer und Stadtarchivar Dr. Simon Oelgemöller bei der Eröffnung

So wird zum Beispiel deutlich, dass die Wohn- und Lebenskultur für die Bornheimer Bevölkerung eng mit der Arbeitswelt zusammenhing. Eine Trennung zwischen Beruf und Privatleben gab es kaum. Der Bürgermeister hatte im privaten Umfeld seine Amtsstube, der Lehrer unterrichtete in seinen Wohnräumen, der Bauer wohnte auf dem Bauernhof und der Handwerker hatte seine Werkstatt im eigenen Haus. Der größte Wirtschaftszweig war die Landwirtschaft mit Acker-, Wein- und Obstanbau.

Dies und vieles mehr - zum Beispiel wie man damals seiner Verstorbenen gedachte - zeigt die sorgfältig und liebevoll gestaltete Ausstellung. Für die Initiative, Ideenentwicklung und Zusammenstellung zeichnet Heimatforscher Franz-Josef Geuer verantwortlich, der die Exponate aus privaten Beständen zusammengetragen hat. Damit sie langfristig erhalten bleiben, werden sie im Anschluss dem Stadtarchiv Bornheim übergeben. Die Organisation und inhaltliche Begleitung der Ausstellung hat Stadtarchivar Dr. Simon Oelgemöller übernommen.

Besucherinnen und Besucher ...
... betrachten interessiert die Ausstellungsgegenstände

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. März 2026 zu den Öffnungszeiten des Rathauses in der Bürgerhalle zu sehen.