„Die verlorene Sprache“: Ein Film über Aphasie

Am Dienstag, 26. Mai 2026, wird um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausstraße 2, ein Doku-Film über ein wichtiges Thema gezeigt, das allein in Deutschland rund 275 000 Menschen betrifft und das Leben Betroffener komplett verändern kann: Aphasie.

Aphasie ist eine Sprachstörung, die meist durch Schlaganfälle aber auch durch Unfälle verursacht werden kann. Der Film trägt den Titel „Die verlorene Sprache“ und beschäftigt sich mit den tiefgreifenden Auswirkungen auf das Leben Betroffener - auf die Kommunikation, das Selbstbild und das soziale Umfeld. Er begleitet vier Menschen, die nach einem neurologischen Ereignis einen teilweisen oder sogar vollständigen Verlust von Sprache erlitten haben. Damit meist verbunden ist auch der Verlust der Fähigkeit des Lesens und Schreibens. 

Der Film erzählt aber nicht nur vom Verstummen und den damit verbundenen Schwierigkeiten im Alltag. Er beschreibt auch das Innenleben von Betroffenen und richtet den Blick auf die Reaktionen der Gesellschaft. Denn in einer Welt, die stark auf Sprache basiert, sind Betroffene oft sprachlos.

Autorin des Filmes ist Samira Klaho. Sie ist selbst betroffen und wird vor Ort sein, um anschließend eine Fragerunde zum Film und zum Thema zu moderieren. Ihr geht es darum, Sichtbarkeit zu schaffen für eine Gruppe, die kaum eine Lobby hat. Denn Menschen mit Aphasie fallen oft durch alle Raster, zwischen Medizin, Reha, Alltag und Politik. Der Film "Die verlorene Sprache" fragt nicht nur, was Aphasie bedeutet, sondern auch, was es heißt, Teil einer Gesellschaft zu sein, die Sprache als Grundlage für Teilhabe, Beziehung und Identität sieht. Der Eintritt ist frei.