Neue Impulse in der Linksrheinischen Interkommunalen Zusammenarbeit (LIZ)

Auf Einladung des Alfterer Bürgermeisters Christian Lanzrath trafen sich die neuen Bürgermeister der linksrheinischen Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg zur ersten gemeinsamen Sitzung der Lenkungsgruppe Linksrheinische Interkommunale Zusammenarbeit (LIZ) im Bornheimer Rathaus.

Wollen mit einer Stimme sprechen (v.l.): Swen Christian (Wachtberg), Sven Schnieber (Meckenheim), Tobias Leuning (Swisttal), Christian Mandt (Bornheim), Christian Lanzrath (Alfter) und Daniel Phiesel (Rheinbach)
Wollen mit einer Stimme sprechen (v.l.): Swen Christian (Wachtberg), Sven Schnieber (Meckenheim), Tobias Leuning (Swisttal), Christian Mandt (Bornheim), Christian Lanzrath (Alfter) und Daniel Phiesel (Rheinbach)

Alle Kommunen erklärten die grundsätzliche Bereitschaft zur Weiterführung der Kooperation. Erklärtes Ziel soll es sein – neben der bestehenden Zusammenarbeit – neue Themenfelder zu erschließen, auf denen eine zukünftige Zusammenarbeit erfolgsversprechend erscheint. Die Optimierung von Arbeitsprozessen und die Umsetzung einer interkommunalen Geschwindigkeitsüberwachung werden aktuell konkret auf Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz hin untersucht. Weitere Themenfelder sollen folgen.

Die veränderten Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung und immer mehr zusätzliche Dienste, die neben regulären und gesetzlich verpflichtenden Tätigkeiten übernommen werden müssen, stellen alle Verwaltungen vor große Herausforderungen. Diese werden durch die knappen finanziellen Ressourcen, die schwierige Personalgewinnung im öffentlichen Dienst, die zunehmende technologische Entwicklung sowie die gestiegenen Erwartungen seitens der Bürgerinnen und Bürger noch verstärkt.

Durch die interkommunale Zusammenarbeit als aufgabenbasierter Zusammenschluss der Verwaltungen sollen künftig Synergieeffekte, ohne den Verlust der Selbstständigkeit in den ausgewählten Themenfeldern, entstehen. Dadurch können schnellere Reaktionen sowie mehr Flexibilität gezeigt, spezialisierte Fachkräfte gemeinsam eingesetzt und ein nachhaltiges und effizientes Wirtschaften fokussiert werden.

"Ich finde es sehr gut, dass wir sechs neuen Bürgermeister die langjährige erfolgreiche LIZ auch in der neuen Wahlperiode fortsetzen werden. So können wir uns im interkommunalen Wettbewerb der Region Köln-Bonn noch besser behaupten und Prozesse gemeinsam effizient voranbringen. Zum Beispiel arbeiten wir aktuell an einer interkommunalen Geschwindigkeitsüberwachung", sagt Christian Mandt.

Zum Hintergrund: Die LIZ blickt auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit, die bereits 2007 mit den Themen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung begann. Interkommunal konnten so eine gemeinsame Klima-Personalstelle sowie gemeinsame Konzepte zur Klimaneutralität, Klimafolgenanpassung und parallelen Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanungen erarbeitet und von allen sechs Räten zur Umsetzung beschlossen werden. Insofern sehen sich die sechs Kommunen der Klimaregion Rhein-Voreifel gut für die großen Herausforderungen gewappnet, die der weltweite Klimawandel auch regional mit sich bringt. Ab 2015 beschlossen die Bürgermeister, die Zusammenarbeit auf weitere Aufgabenfelder auszudehnen.