Solitärbienen sind unterwegs, aber ungefährlich

Die vermehrte Sichtung kleiner Wildbienen, wie Solitärbienen, in Bornheim ist kein Grund zur Sorge.

Wildbiene
Symbolbild

In den letzten Wochen tauchten Solitärbienen und ihre Nester häufig auf Spielplätzen auf. Diese Wildbienen schlüpfen im Frühling, wenn es wärmer wird, und werden dann aktiv. Sie leben meist nur kurz, etwa vier bis sechs Wochen. Die meisten dieser Arten sind harmlos und stechen Menschen nicht, da ihr Stachel zu weich oder zu kurz ist.

Solitärbienen sind weniger aufdringlich als Wespen. Sie bauen kleine Nester in Löchern oder im Boden, während Wespen größere Nester für viele Tiere errichten. An Insektenhotels sieht man derzeit oft Mauerbienen. Sie sind rundlich, rostrot, stark behaart und ähneln kleinen Hummeln. Man sollte die Nester der Wildbienen nicht entfernen, um ihren Lebensraum zu schützen, und die Bienen nicht stören oder aufzuscheuchen.

Solitärbienen bestäuben Pflanzen und fördern die Artenvielfalt. Sie sind oft spezialisiert und brauchen Pollen bestimmter Pflanzenfamilien. In Deutschland gibt es über 560 Wildbienenarten, von denen nur 37 Prozent als ungefährdet gelten. Anders als einige Wespen oder Honigbienen leben diese Wildbienen nicht in großen Völkern, sondern allein.