Insbesondere zu den Stoßzeiten kommt es vor vielen Schulen zum Verkehrschaos. In Walberberg soll das eine „Elternhaltestelle“ an der Thomas-von-Quentel-Schule künftig verhindern.
Thomas-von-Quentel-Schule hat jetzt eine Elternhaltestelle
Schulen & KitasVerkehrWalberberg12. Mai 2026
Die „Elternhaltestelle“ befindet sich unterhalb der Schule auf dem Pater-Bertram-Platz. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren oder abholen, können dort ihre Kinder in einem geschützten Bereich sicher aus- und einsteigen lassen. Von dort aus legen die Kinder die letzten Meter des Schulweges eigenständig zu Fuß zurück, indem sie den auf dem Gehweg aufgebrachten bunten „Fußstapfen“ bis zur Schule folgen. So soll verhindert werden, dass es zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch sogenannte Elterntaxen kommt.
Denn die halten nicht nur unmittelbar am Schuleingang, sondern häufig sogar in falscher Fahrtrichtung, sodass die Übersicht für Kinder, Eltern und schulisches Personal erheblich eingeschränkt wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Walburgisstraße an der Schule nicht sehr breit ist. Der vorhandene Straßenraum bietet nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten, sodass bereits wenige haltende oder rangierende Fahrzeuge ausreichen, um den Verkehr ins Stocken zu bringen.
„Ich begrüße die Einführung der Elternhaltestelle ausdrücklich. Sie ist aus meiner Sicht eine sehr gute und auch dringend notwendige Lösung, um die seit langem angespannte Verkehrssituation vor der Schule nachhaltig zu verbessern“, sagt Schulleiterin Andrea Lauer. Durch die klare Trennung von Bring- und Holverkehr erhoffe sie sich eine deutliche Entzerrung der Verkehrslage.
Der Weg vom Dorfplatz zur Schule ist sehr kurz und gut zu bewältigen. Viele Kinder haben ihn bereits vor Einrichtung der Elternhaltestelle genutzt – allein oder gemeinsam mit anderen. Angenehmer Nebeneffekt: Dadurch profitieren sie von Bewegung und frischer Luft vor Unterrichtsbeginn.
Die Kinder und Erwachsenen der Schule freuen sich sehr, dass sie ihr Anliegen bei der Neugestaltung des Pater-Bertram Platzes einbringen durften und dass das Team der Dorfplatz-AG die Idee einer Haltestelle aufgegriffen und für deren Umsetzung gesorgt hat.
„Die Elternhaltestelle ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler. Sie schafft mehr Übersicht, reduziert Gefahrenquellen und fördert zugleich die Selbstständigkeit der Kinder auf ihrem letzten Schulwegabschnitt. Insgesamt ist sie ein Gewinn für die gesamte Schulgemeinschaft“, fasst Andrea Lauer zusammen.



