Zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe Mitte Juli erinnert die Stadt Bornheim an die Bedeutung persönlicher Notfallvorsorge. Gleichzeitig informiert die Verwaltung über dezentrale Anlaufstellen im Stadtgebiet, die bei längerfristigen Katastrophenlagen aktiviert werden.
Fünf Jahre nach der Flut
UnwetterRat & HilfeAlleStadtgeschehen10. Juli 2026
„Die Flutkatastrophe vor fünf Jahren hat uns gezeigt, wie schnell eine Ausnahmesituation den Alltag auf den Kopf stellen kann. Persönliche Vorsorge ist kein Aufwand – sie ist eine Investition in die eigene Sicherheit. Gleichzeitig möchten wir als Stadt klar signalisieren: Wer Hilfe braucht, ist bei uns nicht allein. Mit unseren dezentralen Anlaufstellen stellen wir sicher, dass alle Bornheimer*innen auch in einer Krise Unterstützung und Orientierung finden", sagt Bürgermeister Christian Mandt.
Persönliche Vorsorge ist das A und O
Stromausfälle, Sturm oder Hochwasser können dazu führen, dass Dinge des täglichen Bedarfs vorübergehend nicht mehr verfügbar sind. Die Stadt Bornheim empfiehlt daher allen Bürger*innen, zu Hause einen ausreichenden Vorrat anzulegen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, für mindestens 10 Tage vorzusorgen.
Der 10-Tage-Vorrat pro Person umfasst laut BBK:
- Getreide/Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis: 3,5 kg
- Gemüse und Hülsenfrüchte: 4,0 kg
- Obst und Nüsse: 2,5 kg
- Milch und Milchprodukte: 2,6 kg
- Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver: 1,5 kg
- Fette und Öle: 0,4 kg
- Getränke: mindestens 20 Liter
Ergänzend sollten Babynahrung oder Spezialnahrung für erkrankte Personen berücksichtigt werden. Darüber hinaus empfiehlt die Stadt, ausreichend Bargeld, wichtige Medikamente, Hygieneartikel, Kerzen, Taschenlampe mit Batterien sowie warme Decken und Kleidung griffbereit zu haben. Auch ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio ist im Notfall unverzichtbar, um über aktuelle Lageinformationen informiert zu bleiben.
Weitere Hinweise sowie eine vollständige Vorsorge-Checkliste sind auf der Webseite des BBK abrufbar: www.bbk.bund.de
Leuchttürme: Dezentrale Anlaufstellen in Bornheim
Für den Fall einer längeren Katastrophenlage hat die Stadt Bornheim zehn dezentrale Anlaufstellen – sogenannte „Leuchttürme" – im Stadtgebiet eingerichtet. Dort erhalten Bürger*innen Unterstützung, Informationen und im Bedarfsfall weitere Hilfe:
- Rathaus Bornheim, Rathausstraße 2
- Grundschule Hersel, Rheinstraße 166
- Europaschule Bornheim, Goethestraße 1
- Grundschule Merten, Turnhallen, Beethovenstraße 57
- Stadtbetrieb Bornheim, Donnerbachweg 15
- Grundschule Rösberg, Weberstraße 19
- Grundschule Walberberg, Aula, Walpurgisstraße 11–13
- Feuerwehrgerätehaus Sechtem, Straßburger Straße 4a
- Verbundschule Uedorf, Aula, Heisterbacher Straße 175
- Pfarramt Brenig, Haasbachstraße 3
Aktuelle Warnmeldungen erhalten Bürger*innen außerdem über die Warn-Apps (z.B. NINA) sowie über das Radio (z.B. Radio Bonn/Rhein-Sieg).
