Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich

Mehrsprachige Warnschilder und Aufklärung statt Schwimmverbot

Jedes Jahr ertrinken Menschen im Rhein – weil sie Sogwirkung und Strömung unterschätzen. Die Stadt Bornheim setzt mit mehrsprachigen Warnschildern am Rheinufer auf Aufklärung statt auf Verbot.

Ertrinken durch Sogwirkung
Lebensgefährliche Strudel ziehen Schwimmende in die Tiefe. © dlrg.de/orget, diGraph

In Kombination mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit sollen die Schilder die Gefahr ins Bewusstsein rücken. Von einem Schwimmverbot sieht die Stadt nach sorgfältiger Prüfung ab. „Jedes Verbot ist nur so gut wie seine Kontrolle", sagt Bürgermeister Christian Mandt. „Eine durchgängige Kontrolle können wir als Stadt aber nicht gewährleisten. Umso wichtiger ist es, dass möglichst alle um die Gefahr wissen."

Gut sichtbare Warnschilder mit roter Umrandung und den Aufschriften „Warning" und „No swimming" sowie einem Piktogramm zur Ertrinkungsgefahr ergänzen die deutschsprachigen Warnschilder entlang des Bornheimer Rheinufers. Die Mehrsprachigkeit soll sicherstellen, dass die Warnung auch Menschen erreicht, die kein Deutsch sprechen. Ausführliche Informationen stellt die Stadt außerdem unter diesem Link bereit. Darüber hinaus informiert sie alljährlich mit Pressemitteilungen über die Gefahren des Schwimmens im Rhein.

Richtiges Verhalten im Notfall

Selbst für geübte Schwimmer*innen ist das Ankämpfen gegen die Strömung aussichtslos. Wer in die Strömung gerät, sollte mit ihr ans Ufer schwimmen und durch lautes Rufen auf sich aufmerksam machen. Umstehende sollten keinesfalls selbst ins Wasser springen – in einigen Fällen endeten solche Rettungsversuche tödlich. Im Notfall gilt: sofort den Notruf 112 wählen.