Lebendes Obstbaum-Museum

Einweihung durch Bürgermeister Wolfgang Henseler am 24.04.2012, 10.30 h

Als Ausgleich für den Ende 2010 fertiggestellten Radweg zwischen Merten und Sechtem hat die Stadt Bornheim im Frühjahr 2011 eine Streuobstwiese am Rande der Brüsseler Straße (Lageplan hier) angelegt. Im Gegensatz zum modernen Obstanbau, der mit niedrigstämmigen Sorten arbeitet, wurden auf der 2.500 m² großen Fläche 30 hochstämmige Bäume - je zwei Exemplare von 15 alten Sorten - angepflanzt.

Mit Hilfe von zahlreichen Infotafeln wurde sie zum „lebenden Obstbaum-Museum" ausgebaut: so erfährt der Besucher mehr über die einzelnen Obstsorten und die Funktion von Streuobstwiesen als Lebensraum von Tieren und Pflanzen.  Umrandet von Wildrosen sieht diese Natur- und Lehrstätte nicht nur schön aus, sondern bietet auch vielen Vögeln und Insekten Nahrung und Unterschlupf. Eine blütenreiche Untersaat dient als Bienenweide und spendet den Insekten von April bis November reichhaltig Nektar. Zudem bietet dieser Unterwuchs einen hervorragenden Lebensraum für Bodenbrüter wie Rebhuhn, Feldlerche und Wachtel und sorgt im Frühjahr und Sommer mit seiner Blütenpracht  für ein abwechslungsreiches buntes Landschaftsbild.  

Der Arbeitskreis Stadtbild der Lokalen Agenda hat die Patenschaft für das Projekt übernommen und unterstützt die Stadt mit Baumpflegearbeiten. Darüber hinaus hat der Arbeitskreis Anfang des Jahres dort ein Wildbienenhotel aufgestellt. Dieses bietet zum einen den Wildbienen Schutz und Unterschlupf, zum anderen bringt es der Öffentlichkeit praktischen Naturschutz anschaulich nahe.