Naturnahe Vorgärten

Pflegeleichte Vorgärten naturnah gestaltet

Als besonders pflegeleicht gelten mit Kies und Schotter gestaltete Vorgärten, die immer beliebter werden und auch in Bornheim zunehmend zu beobachten sind. Die Ent­scheidung für  eine solche Gestaltung mit Steinen über einer Plane wird in der Erwar­tung getroffen, dass kein Rasen zu mähen, nichts zu gießen und kein Unkraut zu jäten ist.

Dass ein solcher Schottergarten kaum Arbeit macht, ist allerdings eine Illusion. Denn bei negativen Folgen für die Um­welt gibt es auch hier einiges zu tun: Ohne regelmäßige Reinigung ent­wickelt sich Moos auf den Steinen. Der Wind trägt Blätter, Samen und Staub auf die Fläche, so dass sich früher oder später Pflanzen in den Fugen ansiedeln, selbst wenn man die Blätter absammelt.  Sie dürfen übrigens nicht mit chemischen Unkraut­vernichtungs­mitteln bekämpft werden, weil deren Einsatz auf befestigten Flächen verboten ist.

Grüne Vorgärten dagegen

  • dienen Pflanzen, Insekten und Vögeln als ökologische Trittsteine und tragen zur somit Artenvielfalt bei,
  • wirken der Aufheizung des Stadtklimas entgegen und
  • lassen das Regenwasser versickern

Die Stadt Bornheim setzt daher bei der Auf­stellung neuer Bebauungs­pläne fest, dass Vorgärten gärtnerisch zu gestalten sind. Aber auch für alle bestehenden Gärten empfiehlt sie dies. Im Vorteil sind dabei standortgerechte heimische Pflanzen, die weniger pflege­bedürftig als standortfremde Pflan­zen sind.

Ein wenig Arbeit - ab und zu ein Rückschnitt, eine Kompostgabe im Frühjahr und Gießen, wenn es lange trocken ist -  ist zwar erforderlich, aber der Aufwand zur Schaffung lebendiger, attraktiver Flächen kann erstaun­lich gering gehalten werden.

Im folgenden einige erste Anregungen dazu:

Einheimische Sträucher wie Kornelkirsche (Cornus mas) und Schlehe (Prunus spinosa) sind pflegeleicht und bieten vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf.

Viele Boden­decker, z.B. Polsterdost (Origanum vulgare), Fett­hennen (Sedum) oder Steinbrech (Saxifraga), kommen mit wenig Pflege und Wasser aus und lassen bei dichtem Wuchs kaum Unkräuter hochkommen. Bei vielen Arten „ver­schwin­­det“ auch  das herbstliche Falllaub so weitgehend darin, dass man sich das Absammeln oder Zusammenrechen sparen  kann.

Auch Kräuter wie Lavendel (Lavandula offcinalis), Salbei (Salvia officinalis) oder Thymian (Thymus vulgaris) brauchen nur wenig Pflege und Wasser - und sind  auch noch eine Bereiche­rung für die Küche.

Eine natur­nahe, artenreiche Wiese mit ein­heimischen Pflanzen­arten bietet Nahrung für Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten, die ihrerseits eine Nahrungsquelle für Vögel und Fledermäuse sind. Auch viele samenfressende Vögel finden hier einen reich gedeckten Tisch.

Bei Bedarf an weiteren Informationen zu diesem Thema beraten die örtlichen Gartenbetriebe Sie gerne, und natürlich gibt es dazu auch zahlreiche Bücher und viele Informationen im Internet .