Stolpersteine in Bornheim

Die Stadt Bornheim möchte allen Bürgerinnen und Bürgern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verschleppt und in den Vernichtungslagern ermordet wurden, ein bleibendes Andenken bewahren. Daher hat der Rat der Stadt Bornheim am 21. April 2005 beschlossen, sich an der Aktion „Stolpersteine“ zu beteiligen.

Gunter Demnig bei der Verlegung 2018 in der Herseler Rheinstraße

Gunter Demnig bei der Verlegung 2018 in der Herseler Rheinstraße

Bei den von Gunter Demnig gestalteten Stolpersteinen handelt es sich um Messingschilder mit den Namen und Schicksalsdaten der Menschen, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes geworden sind. Diese Messingschilder werden vor den ehemaligen Wohnorten der Opfer in die Bürgersteige eingelassen, wo sie die Erinnerung wachhalten.

Auf den Stolpersteinen sind Namen und Schicksalsdaten eingraviert

Auf den Stolpersteinen sind Namen und Schicksalsdaten eingraviert

In Bornheim hatten die Nazis im Jahr 1941 mit der Deportation jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger begonnen. So starben etwa 70 Bornheimerinnen und Bornheimer in Vernichtungslagern. Zwischen 2006 und 2018 wurden insgesamt 55 Stolpersteine in den Ortschaften Roisdorf, Bornheim, Walberberg, Hersel, Widdig, Merten, Sechtem und Waldorf angebracht. Jeder, der diese kleinen Denkmale betrachtet und ihre Inschriften liest, muss nach unten sehen und verneigt sich so unweigerlich vor den Opfern.

Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes geworden sind

Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes geworden sind

Stationen der Stolpersteine in Bornheim

2006: Bornheim-Ort und Roisdorf

2006: Bornheim-Ort und Roisdorf

Bornheim-Ort

  • Burgbenden 4: Julie Goldstein (geb. Andres), Jakob Goldstein und Else Goldstein
  • Königstraße 79: Franziska Cahn (geb. Loeb), Isidor Cahn (Ehemann) und Hildegard Cahn (Tochter)

Roisdorf

  • Brunnenstraße 47: David Loeb, Phillip Loeb, Hertha Loeb (geb. Eisenstein), Alfred Loeb und Ellen Loeb
  • Neusser Straße 4: Alfons Feldmann
2008: Walberberg

2008: Walberberg

  • Hauptstraße 160: Julius Jonas, Markus Jonas, Helene Jonas (geb. Salm) und Elise Jonas
  • Oberstraße 6: Berta Horn
  • Oberstraße 8: Lina Horn
2010: Hersel und Widdig

2010: Hersel und Widdig

Hersel

  • Rheinstraße 7: Familie Salomon
  • Rheinstraße 245 (siehe auch Hersel 2018): Jakob Salomon, Eva Salomon (geb. Schmitz) und Emil Salomon

Widdig

  • Germanenstraße 26: Berta Rolef (geb. Kahn) und Abraham Rolef
2012: Waldorf

2012: Waldorf

  • Blumenstraße 105: Gustav Beretz, Paula Beretz, Erika Beretz und Jakob Beretz
  • Büttgasse 14: Hildegard Berger, Lina Berger (geb. Beretz), Simon Levi, Ida Levi (geb. Klee), Margot Schmitz, Leopold Schmitz, Friederike Schmitz, Emil Schmitz und Lilly Schmitz
  • Schmiedegasse 83: Julchen Bähr (geb. Eckstein) und Helene Hartog (geb.Levi)
2014: Merten und Sechtem

2014: Merten und Sechtem

Merten

  • Beethovenstraße 34: Sibilla und Jakob Voos sowie Henriette, Else und Setta Bähr

Sechtem

  • Ecke Graue-Burg-Straße/Schweppenburgstraße: Arthur Baum, Ruth Levy und Hans Simons
2018: Bornheim-Ort und Hersel

2018: Bornheim-Ort und Hersel

Bornheim-Ort

  • Königstraße 121: Sally, Sibilla und Joseph Schmitz sowie Johanna und Bernhard Nathan

Hersel

  • Rheinstraße 245 (siehe auch Hersel 2010): Hermann Schmitz

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