Energie

Nachhaltige Energienutzung

Intelligenter, sparsamer Umgang mit Energie und die Nutzung regenerativer Energiequellen sind Bereiche, die viel zum Klimaschutz und einem nachhaltigen Lebensstil im Sinne der Agenda 21 beitragen können. Die Stadt Bornheim engagiert sich verstärkt im Klimaschutz und der Energieeinsparung:

Energieagentur Rhein-Sieg

Energieagentur Rhein-Sieg

Unter dem Motto "Besänftigen Sie das Energiemonster" lief von Februar 2014 bis Dezember 2016 das Pilotprojekt „Energieagentur Rhein-Sieg“ des Rhein-Sieg-Kreises, an dem die Kommunen Bornheim, Lohmar und Ruppichteroth teilnahmen. Dabei wurde mit finanzieller Unterstützung durch Kooperationspartner getestet, mit welchen Beratungsangeboten man die Bürgerinnen und Bürger am besten erreichen kann. Partner des Projekts war die Verbraucherzentrale NRW mit der Diplom-Ingenieurin und Energieberaterin Petra Grebing als erfahrener Beraterin. 

Die Energieberatung, die von 2014 bis 2016 einmal monatlich im Rathaus Bornheim stattgefunden hat, wird ab 2017 im Wechsel in den verschiedenen linksrheinischen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises angeboten.

Energetische Sanierung des Rathauses

Energetische Sanierung des Rathauses

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen wie Erneuerung der Fassade, des Daches, der Heizungsanlage und der Beleuchtung wurde das Rathaus 2010/11 nicht nur baulich, sondern vor allem auch energetisch "auf Vordermann" gebracht. Als Beispiel sei die Erneuerung der Beleuchtung im Ratssaal herausgegriffen, mit der der Stromverbrauch hierfür auf weniger als ein Fünftel gesenkt wird.

Effiziente Beleuchtung des Ratssaales

Bei der Erneuerung der Beleuchtung im Ratssaal wurden die im Jahr 1970 eingebauten 179 frei strahlenden Einbauleuchten durch 63 Downlight-Leuchten mit Flächenspiegel ersetzt und damit der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch der Saalbeleuchtung von über 22.000 kWh auf 4.000 kWh verringert. In Prozenten ausgedrückt, bedeutet dies eine Einsparung  von 82%. 

Diese Maßnahme wurde gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschuz und Reaktorsicherheit
Förderkennzeichen: 03KS0676
Abwicklung: Projektträger Jülich im Forschungszentrum Jülich GmbH
FertigstellungNovember 2011

Aktionsplan Klimaschutz

Aktionsplan Klimaschutz

Der Aktionsplan Klimaschutz wurde von einem Fachbüro für energieorientierte Stadtplanung in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung erarbeitet. Im Juni 2009 wurde er dem Umweltausschuss vorgestellt und die Prüfung und ggf. Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen einstimmig beschlossen.

Im Aktionsplan Klimaschutz werden alle Aktivitäten dargestellt, die mit

  • einer Senkung des Energieverbrauchs
  • einer Erhöhung der Energieeffizienz
  • dem Einsatz regenerativer Energien

zur Verbesserung des Klimaschutzes beitragen.

Energieausweis

Energieausweis

Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) muss ein Energieausweis erstellt werden, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft oder neu vermietet werden soll. Der Ausweis darf nur durch  Fachkräfte mit besonderer Aus- oder Weiterbildung und entsprechender Berufspraxis ausgestellt werden. Es gibt ihn als genaueren Bedarfs- und einfacheren Verbrauchsausweis. Je nach Baujahr, Zustand und Zahl der Parteien im Haus ist ein Bedarfsausweis erforderlich oder es reicht ein Verbrauchsausweis. Ausführliche Informationen rund um alle Fragen dazu finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentrale zum Energieausweis.

Heizenergiebedarf

Heizenergiebedarf

Ob Ihr Heizenergiebedarf eher hoch oder eher niedrig ist, können Sie mit Hilfe des Heizchecks des Rhein-Sieg-Kreises einschätzen.

Umweltfreundlich Heizen mit Holz

Umweltfreundlich Heizen mit Holz

Kamine und Kachelöfen sind in der kalten Jahreszeit attraktive Wärmespender. Zudem ist Holz als nachwachsender Rohstoff in Bezug auf die  Erderwärmung neutral. Da Holz aber immer geringe Mengen an Stickstoff-, Schwefel- und Chlorverbindungen enthält, entstehen bei der Verbrennung auch schädliche Inhaltsstoffe des Abgases. Außerdem gelangt dabei Feinstaub in die Luft. Deshalb ist eine möglichst vollständige Verbrennung wichtig, die das Klima und die Gesundheit des Nutzers so wenig wie möglich belastet. Dies setzt voraus, dass das Brennholz gut getrocknet und richtig gelagert wurde und dass es in einer modernen Feuerstätte verbrannt wird, die sachgerecht bedient und regelmäßig gewartet wird.

Am umweltfreundlichsten ist es. Holz aus der Region zu verwenden, um auch die Umweltbelastung durch den Transport klein zu halten. Wenn Sie selbst Holz in Bornheim schlagen möchten, können Sie sich z.B. an die Forstbetriebsgemeinschaft Bornheim wenden. In dieser haben sich private Waldbesitzer einschließlich der Stadt Bornheim zusammengeschlossen. Hier finden Sie Informationen der Forstbetriebsgemeinschaft zu Kaminholz.

Stromverbrauch messen

Stromverbrauch messen

Kennen Sie den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt? Wissen Sie auf Anhieb, wie viel Geld dieser Strom wert ist? Jährlich werden z. B. bundesweit 20 Milliarden kWh Strom für den Stand-By-Betrieb von elektrischen und elektronischen Geräten sinnlos verbraucht, obwohl in den letzten 9 Jahren die Kosten für Strom um 60 % gestiegen sind. Mit Hilfe eines Strommessgerätskönnen Sie Ihre persönlichen Stromdiebe aufspüren und Ihre Stromkosten und die mit dem Stromverbrauch verbundenen Umweltbelastungen senken. So kann man dem Stromdieb im Standby-Betrieb mit Ausstecken oder einer abschaltbaren Steckerleiste den Garaus machen. Stellt sich der alte Kühlschrank als  Stromfresser heraus, dann lohnt sich wahrscheinliche eine Neuanschaffung.

Kauf und Verleih von Strommessgeräten:

· Im Handel kosten Strommessgeräte zwischen 10 und 50 €.

· Ausleihe bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale: U.a. in Bonn und Brühl können gegen eine Kaution von 20 € Strommessgeräte mit ausführlicher Anleitung und Auswertungshinweisen für zwei Wochen kostenlos ausgeliehen werden. Anschließend können Sie die Ergebnisse mit den Energieberatern der Verbraucherzentrale besprechen.
Im Dezember 2010 und Januar 2011 konnten die Geräte auch bei der Stabsstelle Umwelt und Agenda im Bornheimer Rathaus ausgeliehen werden. Sie waren der Stadt als Mitglied in der ILEK-Projektgruppe Rhein-Voreifel von der Verbraucherzentrale NRW in diesem Zeitraum zur Verfügung gestellt worden (ILEK = Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept, in der Region Rhein-Voreifel sind die linksrheinischen Kommunen Rhein-Sieg-Kreises vertreten).

Reichhaltige Informationen zum sparsamen Energieeinsatz für Beleuchtung, Haushaltsgeräte, PC & Co. und den Standby-Betrieb finden Sie auf den Internetseiten der dena - Deutsche Energie-Agentur. 

Auf den Internetseiten der Energieberatung der Verbraucherzentralen finden Sie eine sehr nützliche Übersicht über das aktuelle Angebot an sparsamen Haushalts-Großgeräten. Zusammengestellt wurde diese vom Niedrig-Energie-Institut, auf dessen Seite spargeraete.de Sie auch online die Daten Ihres gewünschten Gerätes eingeben können, um die jeweils sparsamsten Geräte angezeigt zu bekommen.

Bei der EnergieAgentur NRW können Sie einen Energiecheck incl. online-Stromcheck für Ihren Haushalt machen:
www.energieagentur.nrw.de/haushalt/energiecheck
Im Ergebnis bekommen Sie detailliert angezeigt, wo Sie -  bezogen auf Ihre individuellen Lebensumstände - noch Einsparpotentiale im Vergleich zum "Durchschnittsbürger" haben (z.B. im Bereich "Waschen" oder bei der "Umwälzpumpe" etc.).

Heizung und Warmwasserbereitung

Heizung und Warmwasserbereitung

Auch ohne große Investitionen lassen sich oft schon erhebliche Energiemengen einsparen:

  • Sorgen Sie für eine optimale Einstellung Ihrer Heizung (z.B. durch eine an Ihren Rhythmus angepasste Nachtabsenkung).
  • Ziehen Sie sich der Jahreszeit entsprechend an. Mit wärmerer Kleidung im Winter liegt die "Wohlfühl-Temperatur" in Innenräumen bei ca. 20°C. Gegenüber der nur 1°C höheren Temperatur von 21°C sparen Sie so schon 6% an Heizenergie!
  • Halten Sie die Wärmeverluste durch Lüftung gering, indem Sie "stoßlüften" - kurz das Fenster weit öffnen statt lange auf Kipp stellen.
  • Lassen Sie die Türen zu weniger oder gar nicht beheizten Bereichen wie Schlafzimmer, Treppenhaus oder Keller nicht länger als nötig offen stehen.
  • Wenn Sie mit "Duschen statt Baden" warmes Wasser sparen wollen, sollten Sie nicht zu lange unter der Dusche stehen - wieviel Wasser Sie dabei verbrauchen, können Sie z.B. feststellen, wenn Sie auch beim Duschen mal den Stopfen in den Abfluss setzen.

Richtig viel Energie können Sie mit größerem Aufwand sparen:

  • Eine gute Wärmedämmung verringert den Energieverbrauch erheblich.
  • Mit Solarkollektoren können Sie den Verbrauch an fossiler Energie senken.

Welche Fördermöglichkeiten es für solche Investitionen gibt, erfahren Sie auf der Internetseite www.energiefoerderung.info.

Verkehr

Verkehr

Der Verkehr ist nach Heizung und Warmwasserbereitung der zweite große Energieverbraucher im privaten Sektor. Auch hier kann jeder Einzelne zur Senkung des Energieverbrauches und damit zur Schonung der Umwelt, des Klimas und seines Geldbeutels beitragen. 

Hier finden Sie mehr Informationen zur "Klimafreundlichen Mobilität".