Der Hexenturm in Walberberg. FOTO: STADT BORNHEIM

Überblick

Als nördlichster der 14 Bornheimer Ortsteile liegt Walberberg geografisch ziemlich genau zwischen den Städten Köln und Bonn. Rund 4.800 Einwohner leben im Vorgebirgsort, der durch die Anbindung an die Autobahn 553 und die Stadtbahnlinie 18 (Vorgebirgsbahn) über eine sehr gute Infrastruktur verfügt. Walberberg hat im Laufe der Jahre einen Wandel von der klassischen Landwirtschaft hin zur Pferdewirtschaft vollzogen. Die Wege rund um die Koppeln laden zum Spazieren und Wandern ein. Mit seinen angrenzenden Wäldern, die man zu Fuß in nur wenigen Minuten erreicht, ist Walberberg auch als Naherholungsgebiet bekannt. Zum Freizeitpark "Phantasialand" in Brühl ist es ebenfalls nicht weit.

In Walberberg gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten: das ehemalige Dominikaner-Kloster, das seit 2007 das Schlosshotel „Domäne Walberberg“ beherbergt, die Pfarrkirche St. Walburga, deren ältesten Teile aus dem 8. Jahrhundert stammen, den 21 Meter hohen „Hexenturm“ aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, die Walberberger Mühle und die Kitzburg. Das in den Jahren 1671 bis 1682 erbaute Barockschloss mit seiner romantischen Parkanlage zählt zu den schönsten historischen Anwesen im gesamten Vorgebirge. Und wer das Dorfleben genießen möchte, kann die zahlreichen Veranstaltungen besuchen, die von der Vereinsgemeinschaft organisiert werden.

Vereine

Vereine

Der Förderkreis Historisches Walberberg e. V. hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Walberbergs zu dokumentieren und mit seiner Internetseite (LINK auf www.walberberg.info) allen Interessierten zugänglich zu machen. Außerdem unterhält der Verein das liebevoll gestaltete Museum im „Haus im Garten", das interessante Objekte zur Geschichte Walberbergs und des Vorgebirges zeigt.

Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, ist in Walberberg seit rund 400 Jahren auch ein Fest für die heilige Walburga, deren Reliquien in Walberberg aufbewahrt werden. Zur Verehrung der Benediktinerin und Klosteräbtissin kamen seit dem 16. Jahrhundert jährlich weit über tausend Pilger aus Walberberg und den umliegenden Dörfern. Dies lockte über die Jahre auch Gaukler, Händler und Schausteller in den Vorgebirgsort. Daraus hat sich die Walberberger Kirmes entwickelt, die früher zu den größten im gesamten Vorgebirge zählte und bis heute von der Vereinsgemeinschaft gepflegt wird. Zu den Höhepunkten zählt seit 2009 die große Oldtimer- und Schlepper-Schau, die die IG Oldtimer-Schlepper-Freunde Walberberg auf die Beine stellen.

Wie im gesamten Rheinland wird auch in Walberberg gut und gerne Karneval gefeiert. Sehenswert ist vor allem der jährliche Rosenmontagszug, der seit 1939 durch die Straßen und Gassen des Ortes zieht. Auch der 1993 wiederbelebte Junggesellenverein „Freundschaftsbund“ 1898 Walberberg ist fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Er feiert jedes Jahr sein beliebtes Junggesellenfest und kürt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sein Maipaar. Zu den Traditionsvereinen im Bornheimer Stadtgebiet zählt auch der Spiel- und Sportverein Walberberg, der Menschen jeden Alters die Möglichkeit gibt, Fußball und Tischtennis zu spielen oder sich mit Gymnastik und Wandern sportlich fit zu halten und etwas für die Gesundheit zu tun. Seit nunmehr über 170 Jahren hat sich die Chorvereinigung dem Singen verschrieben. Im Jubiläumsjahr hat der Chor noch einmal etwas gewagt und eine Musicalgruppe gegründet, die mit einem ABBA-Abend ihr erstes Projekt erfolgreich auf die Bühne gebracht hat.

Ortsgeschichte

Ortsgeschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Walberberg 1118 als „mons sanctae walburgis“ (Berg der heiligen Walburga) in den „Annales Rodenses“. Darin ging es unter anderem um die Schenkung eines Weinbergs am Sankt Walburgisberg an die Abtei Klosterrath. Ein früher Hinweis auf Walberberg ergibt sich auch aus einer Urkunde aus dem Jahr 962, in der der Kölner Erzbischof Brun(o) dem Stift der heiligen Caecilia in Köln unter anderem „zwei Hufen in Berge“ vermacht. Es ist davon auszugehen, dass mit Berge (oder Berech) die Ortsansiedlung gemeint war, aus der sich im Laufe der Jahre das heutige Walberberg entwickelte. Noch heute spricht der Walberberger in seiner Heimatsprache liebevoll von „Berech“. Die Reliquien der heiligen Walburga, die nach der Überlieferung sowohl der Kirche als auch dem Berg den Namen gegeben haben sollen, wurden in den 60er Jahren des 11. Jahrhunderts auf Veranlassung von Erzbischof Anno II. von Eichstätt über Köln nach Walberberg überführt. Bei den Reliquien soll es sich um die Hirnschale und den Stab der heiligen Walburgis gehandelt haben. Sie machten Walberberg zum Wallfahrtsort.

Der Vorgebirgsort gehörte landesherrlich bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Kölner Domkapitel (Kurköln) und war Namensgeber der Herrlichkeit Walberberg im kurkölnischen Amt Brühl, zu der neben Walberberg die Kitzburg und die Rheindorfer Burg gehörten. 1924 erwarben die Dominikaner die Burg, die um 1140 erbaut wurde. Im folgenden Jahr begann der Betrieb des Klosters Sankt Albert zu Walberberg. Während des Krieges wurde das Kloster als Lazarett genutzt. Überregionale Bekanntheit erlangte es im Sommer 1945. Damals tagte in den altehrwürdigen Gemäuern eine Programmkommission der CDU, die ihre Arbeit im Kloster mit den „Kölner Leitsätzen“ beendete. Ende 2007 verließen die letzten Mönche das Kloster. 2008 hat eine Unternehmensgruppe den Komplex erworben, um dort das Schlosshotel „Domäne Walberberg“ zu eröffnen.

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Ansprechpartner

Ralph Bückreiß
Ortsvorsteher Walberberg
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Vereinsgemeinschaft Walberberg
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